Marine Instrumente

Marine Barometer
Kopie aus dem Exemplar: A treatise on the aneroid, a newly invented portable barometer. With a short historical notice on barometers in general, their construction and use

Beschreiben Sie ein Marine Quecksilber Barometer nach ct dic - (Abkürzung unbekannt)

Antwort:

Dies genannte Barometer besteht aus einer 34 Zoll langen gläsernen Cilinderröhre, welche ungefähr 1,5-2 Linien Durchmesser im  Lichten hat, welcher auf einem Ende geschlossen und mit Quecksilber angefüllt ist, deren offenes Ende ist in einem hölzernen Gefäße von circ. 3 Cubikzoll, befestigt, dieses Gefäß ist soweit mit Quecksilber angefüllt, daß in welcher Lage man auch das Gefäß mit der Röhre halten mag, das offene Ende der Röhre doch nicht aus dem Quecksilber kommen kann, das Gefäß ist oben so verschlossen, daß zwar die Luft in dem selben dringen kann, jedoch das Quecksilber nicht durchläßt, hierzu ist Hirschleder verwand, welches über 3 auf dem Gefäß angebrachten Luftlöcher gezogen ist.

Diese Cilinderröhre enthällt eine Capillarröhre von 0,4 Linien Durchmesser im Lichten, diese Röhre beginnt circ. 2 Zoll von unten und reicht 18 Zoll nach oben, unter dieser Capillarröhre ist die Buntensche Vorrichtung angebracht, welche die Form eines Rigels hat, mit der Spitze nach unten gekehrt, in welcher sich eine seiner Öffnung befindet. Diese Vorrichtung dient zum Sicherheitsverschluß beim Transport, auch dient sie dazu, daß wenn Luft in das Gefäß eindringt, diese doch nicht weiter als bis zum Rigel gelangen kann. Die Capillarröhre dient zur genauen Ablesung des Barometerstandes See auch daß der Cilinder nicht durch Anschlagen des Quecksilbers zerbrechen kann, wenn das Barometer aus seiner verticalen Lage gebracht wird, durch Schwankung des Schiffsdenn durch die feine Röhre dann das Quecksilber nicht so schnell dringen, deshalb kann der Schlag auch nicht schwer werden, den das Quecksilber auf die Röhre ausübt.

Dieser Apperat ist nun zum Schutze in ein Gehäuse verschlossen, so daß nur das obere Ende der Röhre von 26 – 32“ französchisch sichtbar ist, diese Eintheilung beginnt beim Neveau des Quecksilbers im Gefäß wo der Nullpunkt aufgenommen ist; jedoch beginnt die genaue Eintheilung erst mit 26“ französchisch Höhe. Zu diesem Zwecke ist eine Messing oder Elfenbeinplatte oben an der Röhre befestigt, welche genau in engl. oder franz. Maß eingetheilt ist auf dieser Skala ist nun noch ein Nomus angebracht, und vermittelt dieser Vorrichtung kann man den Barometerstand in engl Maß auf hunderstel Zoll oder französisch Maß auf zehntel Linien genau ablesen.

Beschreiben Sie ein Metallicbarometer und ein Quecksilber Thermomether von Rèaumur Celsius und Fahrenheit?

Erklärung:

Ein Metallic Barometer betsteht aus einem kreisrunden, hohlen luftleeren beinahe geschlossenen Messingring, dessen Seiten nach außen erhaben gewölbt sind, dessen Enden sind mit Messingplatten möglichst luftleer verlöthet. Dieser Ring ist in einem Gehäuse von Messing an der Vorderseite mit einer Glasscheibe verschlossen, die Mitte dieses Ringes hat in einer lose in diesem Gehäuse einen festen Stützpunkt. An den Endpunkten dieses Ringes sind Hebel angebracht, welche mit einer Spiralfeder in Verbindung stehen und vermittelst dieses einen Zeiger in Bewegung setzen, dessen Spitze auf eine Eintheilung in französisch Zoll und Linien oder engl. Zoll und zehntel Zoll gerichtet ist. Wird der Luftdruck größer, so wird der Ring mit seinen Enden zusammengedrückt, wir der Luftdruck schwächer, so gehen die Enden des Ringes auseinander, durch diese Bewegung wird auch der Zeiger geleitet, welcher somit den Druck der Luft angiebt.

Das Quecksilber Thermometer

besteht aus einer 9 – 12 Zoll langen Glasröhre von circ. 1/4 Linie Durchmesser, deren oberes Ende zu geschmolzen und an deren unteren Ende eine Glaskugel angebracht ist.

Dieses Thermometer wird in folgender Weise angefertigt, man füllt die Glaskugel einen Theil der Röhre mit gereinigtem Quecksilber, steckt die Kugel dann in schmelzenden Schnee oder gestoßenes schmelzendes Eis, und bemerkt den Stand des Quecksilbers in der Röhre an der selben welcher der ungefähre Gefrier oder Nullpunkt ist, hierauf erwärmt man die Kugel und steckt sie in siedendes Wasser, diesen Stand, den das Quecksilber hierdurch in der Röhre erreicht Siedepunkt vermerkt man ebenfalls an derselben. Dann wird die Kugel noch stärker erhitzt, wodurch das Quecksilber aus Ende der Röhre getrieben wird, dann wird dieselbe zu geschmolzen. Nun bestimmt man von Neuem dem Gefrier und Siedepunkt so genau wie möglich. Den Gefrierpunkt hat nun Rèaumur mit 0 bezeichnet und den Siedepunkt mit 80° und diese Entfernung non 0 – 80 in 80 gleiche Theile getheilt, welche an der Röhre selbst oder an ein messingenes, elfenbeinernes oder knöchernes Stäbchen, welches an der Röhre befestigt vermerkt ist. Die Eintheilung oberhalb des Gefrierpunktes bezeichnet man mit plus unterhalb mit minus; dieses Therm. an welchem der Abstand des Gefrierpunktes vom Siedepunkt in 80 gleiche Theile getheilt ist, wovon jeder Theil 1° ist, nennt man das Rèaumursche Thermometer.

Das Thermometer nach Celsius ist ganz von denselben Dimensionen und nach der selben Construction, bloß dessen Eintheilung ist eine andere und zwar ist der Abstand des Siedepunktes vom Gefrierpunkt, welche Punkte auch mit denen bei Bèaumurs Thermometer gleich sind, in 100 gleiche Theile getheilt, jeden Theil 1° genannt, welche auch oberhalb des Gefrierpunktes mit plus unterhalb mit minus bezeichnet sind.

Das Thermometer nach Fahrenheit ist auch nach der selben Contruction wie das nach Bèaumur und Celsius, aber Fahrenheit theilt die Entfernung des Siedepunktes vom natürlichen Gefrierpunkt in 180 gleiche Theile, und hat einen künstlich erzeugten Gefrierpunkt, 32 von seinen Graden unter dem natürlichen Gefrierpunkt angenommen also hat Fahrenheit sein Thermometerscala vom Gefrier. bis zum Siedepunkt in 212° getheilt, die Grade oberhalb des Gefrierpunktes werden auch hier mit plus unterhalb mit minus bezeichnet.

Fahrenheit hat also an seiner Scala +32° stehen, wo die anderen beiden 0 haben. Das Verhältnis der Thermometergrade von Rèaumur, Celsius und Fahrenheit verhalten sich diesem nach wie 4:5:9 vermittels dieser Verhältniszahlen kann man nun mit Leichtigkeit den Thermometerstand des einen in Grad des anderen verwandeln.